Warum dein Training nicht erfolgreich ist

Wieso wir scheitern Was mach ich bei meinem Training falsch Training optimieren bessere Fitness

Als ich Anfang letzter Woche krank war, kam mir die Idee für diesen Blogpost. Über die letzten Monate war mein Training sehr umfangreich und privat sowie beruflich standen viele Dinge an. Da ich in der Zeit keinen Gedanken an Regeneration verschwendet hab und gewisse Zeichen wie schmerzende Gelenke oder Sekundenschlaf u.Ä. auch gerne ignoriert habe, bekam ich die Quittung. Ich musste mein Training in den letzten Wochen runter fahren und wurde trotzdem von Tag zu Tag schlapper. Dabei hätte ich nur ab und an mal einen Deload durchführen müssen und mir mal einen Tag frei gönnen sollen.

Die drei Schlüssel zum Erfolg

Training, Regeneration und Ernährung sind die drei Grundpfeiler für ein langfristig erfolgreiches und gesundes Krafttraining. Meiner Meinung nach wird der Punkt der Regeneration sehr gerne vergessen oder vernachlässigt, weil er einfach nicht ganz so greifbar oder messbar ist. Gewichte kann man notieren, Nahrungsmittel kann man tracken. Doch Regeneration ist nicht wirklich gut messbar. Problem dabei: Der Adoniskörper wird in der Regeneration geschaffen. Im Training setzen wir den Reiz zur Anpassung und in der Regeneration passt sich der Körper an. Mit der passenden Ernährung geben wir den Körper die richtigen Bausteine um diese Anpassungen durchführen zu können.. soweit so bekannt.

Reduziere diese zwei Negativfaktoren

Es gibt viele Faktoren, welche die Regeneration verschlechtern können. Im folgenden nenne ich euch die zwei Hauptfaktoren, welche meiner Meinung nach die übergeordnete Rolle bei fehlender Regeneration darstellen.

Der erste Grund ist das fehlende Bewusstsein zur Problematik Stress. Viele verstehen unter Stress einfach nur stumpfes „genervt sein“ oder „in Hektik sein“. Teilweise ist das ja auch richtig. Stress auf der Arbeit, Stress privat – irgendwas läuft nicht wie es soll und das stresst uns. Man kann hier von mentalen Stress reden, der uns im Kopf belastet. Diese Art von Stress wird von vielen Leuten wahrscheinlich hauptsächlich als Stress bezeichnet. Ein weitere Art von Stress ist der körperliche Stress, welcher aus körperlicher Arbeit/Belastung entsteht. Jede Treppe, jeder Hausputz, was auch immer uns im Alltag mehr oder weniger anstrengt, wird vom Körper als körperlicher Stress wahrgenommen. Hier ist der allgemeine Trainingszustand natürlich von bedeutender Rolle, was den Anstrengungsgrad und damit das Stresslevel angeht. Bei Sportlern kommt der Stress, welcher durchs Training ausgelöst wird, noch oben drauf. Schließlich brauchen wir einen überschwelligen Reiz zur Anpassung. Umso intensiver, umfangreicher unser Training wird, umso mehr Stress muss der Körper aushalten.

Der zweite Punkt, weswegen Regeneration gerne vernachlässigt wird, ist falscher Ehrgeiz. Nehmen wir mal einen Fußballprofi als Beispiel. Ein Fußballprofi ist ein Topathlet, der viele Aspekte im Training beachten muss. Beispielsweise Koordination, Geschwindigkeit und Ausdauer. Um alle drei Fähigkeiten optimal zu trainieren, werden eventuell separate Einheiten durchgeführt. So kann es sein, dass morgens ein Koordinationstraining stattfindet, z. B. nur mit eigenem Körpergewicht und Ball auf einer instabilen Unterlage. Die muskuläre Auslastung ist hier eher gering. Mittags könnte ein Sprinttraining auf den Plan stehen. Hier wird der Sportler nah an seiner Belastungsgrenze arbeiten. Am späten Nachmittag wird dann eventuell nur ein Grundlagenausdauertraining vollzogen, was gleichzeitig regenerationsfördernd ist. Der Fußballprofi hat also drei Einheiten am Tag vollzogen, jedoch nur eine intensive. Gleiches Prinzip kann auch auf die gesamte Woche angewendet werden. Die Intensitäten variieren also und manche Tage sind rein regenerativ und weniger intensiv als ein Sprinttraining. Viele „normale“ aber sehr ehrgeizige Sportler lesen davon, dass dieser Profisportler drei Einheiten pro Tag absolviert und denken sich, dass alle drei Einheiten extrem intensiv sind. “Wenn so ein Profisportler drei Einheiten pro Tag schafft, dann sollte ich mich ja mindestens jeden Tag eine hochintensive durchführen können“. Dieser falscher Ehrgeiz wird oft durch falsche Interpretation oder fehlendes Wissen über Training und Regeneration hervorgerufen. Wir müssen uns über die Woche gesehen also nicht jeden Tag zu 100% auspowern. Bei Anfängern sieht man dieses Phänomen sehr häufig. Sie kommen ab Neujahr mit guten Vorsätzen ins Studio und wollen was Umfang und Dauer des Trainings angeht, gleich genauso trainieren wie der Rest im Gym oder Bekannte, die schon länger Sport treiben. Die ersten Wochen geht das auch gut, aber ab einer gewissen Zeit kommen die Anfänger dann immer weniger zum Trainieren. Über die gesamten Wochen hat der Körper ein viel zu hohes Volumen aushalten müssen und die komplette Regeneration wurde immer wieder verschleppt, sodass irgendwann der Punkt kam, an dem alles zu viel wurde.

Um erfolgreich in der Sportart zu sein, welche du betreibst, ist Regeneration unentbehrlich.

Die drei goldenen Fitnessregeln

Daher beachte folgende drei Grundaspekte:

  1. Gewinner gönnen sich Pause – Halte dich an rest day
  2. Trainieren bedeutet Üben – Nicht jeder Tag ist Wettkampfstag an dem du 110% geben musst
  3. Konzentriere dich auf dich selbst – Überdenke deinen Trainingsplan und passe ihn an dein Leistungsniveau an

 

Author: dennisglanz

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  • Super Tipps für ein gesundes Training! Ich denke auch, dass vor allem der Stress für den Körper oft außer Acht gelassen wird und man vergisst sich die nötigen Regenerationsphasen zu gönnen. Viele Menschen wissen zum Beispiel auch nicht von der wichtigen Rolle von Vitamin D, dass der Körper braucht, um mit Stress richtig umgehen zu können. Gut beschrieben ist die Wirkungsweise auch auf https://www.Vitaminexpress.org/D-Vitamin/, da kann man mal nachlesen, wenn man interessiert ist. Die richtigen Nährstoffe im Körper zu haben ist auf jeden Fall auch das A und O, ich kann Dir nur zustimmen!

    Gruß Olli

    • Danke Olli!
      Ich werde mir die Seite anschauen.
      Und Entschuldigung für die späte Antwort. Dein Kommentar ist komischerweise in den Spams gelandet.

      Liebe Grüße,
      Robin